Happy Birthday MJ!

Es gab, gibt und wird nie wieder einen solchen Ausnahmesportler wie Michael Jordan geben auch wenn sich alle grad über Blake oder Linsanity freuen. Aber seien wir mal ehrlich - es gibt nur einen MJ genauso wie es auch nur einen MJ in der Musik gab. 

Passend dazu und zu dem neuartigen Megasupdadupa Hype um Jordans, ob nun 1er oder 11er oder sonstige, hat sich unsere Augsburger Korrespondentin Lea ein paar Gedanken darüber gemacht und einen netten Kommentar dazu geschrieben. Viel Spaß dabei und nochmals “HAPPY BIRTHDAY MASTER”.

Cuz it’s a love thing, baby!

The magic Number 23 - Quersumme aus fünf und außerdem ne Primzahl. Ihr sind Buch und Film gewidmet und manche sehen in ihr sogar eine Zahl des Unglücks, der Illuminaten. 

Bu-hu – Gar nich mal so wenig Fame für ‘ne abstrakte Ziffer. 

Wenn man jetzt allerdings auf Schuhe steht, und wir reden weder von Manolos noch von Birkenstock, denkt man bei „23“ mit ziemlicher Sicherheit nur an das eine, beziehungsweise an möglichst viele, in allen ihren orgasmisch schönen Colorways, 1 – 23, Spizike bis Dub, Leder bis Mesh – Impossible is nothing, at least if you got the cash! 

Im Grunde genommen hat Mister Jordan 1985 dabei geholfen, eine weitere inoffizielle Säule des HipHop’s aufzubauen, als er einem unserer Lieblingssportartikelhersteller damals seinen Namen geliehen hat. Schöne, luftgepolsterte Basketballsneaks, die in den vergangenen 27 Jahren ihren Weg vom Court auf die Straße, in die Szene, an unsere Füße gefunden haben. Sie gehören zu HipHop wie Alkohol ins Bier – ohne läuft zwar auch irgendwie, ist aber einfach absolut nicht das gleiche – und mit Sicherheit lange nicht so bequem, god damn! 

In den 90’s hatten die Jay’s ihre goldene Ära. Der Prince von Bel Air stand damals für seine Kicks inoffiziell quasi sogar mit seinem Namen – if ya know what I mean. 

Baller, Rapper, Hip Hop Kids, sogar Hip Hop Ladies - alle haben sie gerockt – Luft am Fuß war Muss….In den 90’s! Denn auch wenn’s sich so anfühlt als ob das Jahrzehnt der Ninja Turtles und Kopfnicker-Sounds, erst gestern gewesen wäre, ist seitdem ein ganzes Stückchen Zeit rum ums Eck – auch für den Sneakerwahn, Level: Mainstream - oder etwa nicht?!

Zwischen diesem kleinen übriggebliebenen Haufen an Verrückten, die ihr ganzes Geld für Turnschuhe rauswerfen und untereinander supernerdig, über Releasedates und Colorways philosophieren und den letzten übriggebliebenen Gangsterrap-Veteranen die aus purer Gewohnheitsleidenschaft brav ihre Spacejam 11er Gassi führen, wenn die Air Force-Sammlung mal Stubenarrest hat, scheinen die AJ’s doch tatsächlich ein Comeback zu feiern. 

Wo man sich als Weibsbild mit Jordans vor 2-3 Jahren, noch anhören musste, „Mietzen müssen Absatz tragen“ (Das Luftpad zählt da leider nicht), hüpft auf einmal eine ganze Schar von Kiddies in den pensionierten Basketballtretern herum. Ob sie wissen was sie da anhaben? Das Wort ‘Jordan’ kriegen die meisten wohl noch zusammen. 

Aber wie kommts zum plötzlichen Mainstream Comeback, einer der schönsten Schuhreihen for eva eva?! Man darf sich entweder beim Retro-Releaseflash von Papa Nike oder der generell wieder moderngehypten Oldskoolnostalgie bedanken. Höchstwahrscheinlich gehen die beiden aber Hand in Hand. Fakt is Jordan ist back – irgendwie.

Die Diskohasis wechseln jetzt von schwarzen Peeptoepump zum 3er Jordan Black Cement, (macht sich schickt bei den B-Balljungs) und die Miniatur Whiz Khalifas kriegen durch die fresh gecopten 11er Concord Hoodbonuspunkte bei den B*atches. Kommerzielle Sneakershops schmeißen plötzlich Releaseparties und jedes Hipster HipHop Kid, das was auf sich hält lässt sich blicken. Rap Schickeria - München bleibt eben München. Für viele ist es dann einfach nur n fresher Nike Schuh, den sie noch am selben Abend im Club komplett ruinieren. Für Andere isses ne Ikone, die zum ersten mal nach 13 Jahren wieder rereleased wird, ein Klassiker, Aphrodite in Schuhform - und die scheinen relativ pissed über den „Back 2 the AJ“-Boom zu sein.

Fakt ist – alles halb so wild!! Trends hatten, haben und werden den fundamentalsten Wesenszug ihrer Persönlichkeit niemals verlieren – sie sind unglaublich vergänglich !!
Lasst die Kids in kleinen Heiligtümern an ihren Füßen rumspringen, ohne dass sie auch nur nen blassen Schimmer davon haben - wenigstens ist die Aussicht auf den Clubboden damit geschönt. In der Regel wissen sie schließlich auch nicht mal, dass der grandiose Track den der DJ da gerade kickt, von NAS oder Gangstarr ist. Das Oldskool Ding ist am hypen, mit HipHop im Herzen hat das nur noch ziemlich wenig zu tun. Man nimmts mit nem Schmunzeln - Real recognize real und Style funktioniert, Gott sei dank, nur dann wenn er authentisch ist. In nem Jahr rennen sie alle nem anderen Film hinterher, und dann sind die Heart n’ Soul Kopfnickerfront und die objektophilen Sneakergeeks wieder unter sich.

Cuz it’s a love thing baby, everyday all day - My number isn’t 7 or 23 – its 365 !!

Wir sagen NICE! und Merci liebste Lea!